
Geschichtliches
Kreta hat eine große Geschichte, die uns die Möglichkeit gibt, auf den Pfaden zu wandern, die uns all die verschiedenen Kulturen ebneten, die die Insel im Verlauf von Tausenden von Jahren erlebt hat. Wir können Museen besichtigen, archäologische Stätten besuchen, Burgen und Altstädte erforschen und Bräuche und Sitten kennenlernen, an denen bis heute mit Respekt für die Vergangenheit festgehalten wird.
Die geschichtliche Zeit der Insel beginnt in der Neusteinzeit um 7000 v.Chr. Die minoische Kultur, die ca. 3000-1400 v.Chr. auf Kreta blühte, war eine der ersten Zivilisationen Europas. Das Zentrum der minoischen Kultur war zweifellos in dem 10 km von Heraklion entfernten Knossos. Nach dem Niedergang der minoischen Zivilisation wurde die Insel von zahllosen Eroberern heimgesucht. Ihre Küsten boten über Jahrhunderte hinweg Piratenflotten Unterschlupf, bis die Römer im Jahr 70 v.Chr. die ganze Insel eroberten. Titos, der Schüler des Apostels Paulus, brachte im Jahr 58 n.Chr. das Christentum nach Kreta. Im 9. Jahrhundert wurde die Insel von den Sarazenen erobert und 150 Jahre später von den Byzantinern zurückerobert. Die 2. byzantinische Epoche währte bis zum Fall Konstantinopels im Jahr 1204, wo die venezianischen und genuesischen Ritter die Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer übernahmen. Chania, Rethymno und Heraklion wurden zu Stützpunkten der Venezianer, die überall Festungsanlagen bauten, die bis heute erhalten sind. Heraklion (das damals den Namen Chandakas trug), war der letzte Festungswall des heutigen Griechenlands, der sich im Jahr 1669 nach 20-jähriger Belagerung der ottomanischen Herrschaft unterwerfen musste. Während der venezianischen Herrschaft erlebte die Insel einen bedeutenden Aufschwung. Eine besondere Entwicklung machte die kretische Literatur mit, und es wurden bedeutende Werke der neueren kretischen Dichtkunst von hohem Stellenwert geschaffen, wie z.B. der Erotokritos. Der griechische Aufstand von 1821 wurde durch die Unterzeichnung des Abkommens von London im Jahr 1830 beendet, das Kreta nicht mit einschloss. Auf der Insel fanden im 19. Jahrhundert blutige Befreiungskämpfe statt. Endlich, im Jahr 1897, kamen die Flotten der Engländer, der Franzosen, der Russen und der Italiener nach Kreta und machten, nachdem die Türken den britischen Konsul und einige Wachen des Konsulats ermordet hatten, der ottomanischen Vorherrschaft ein Ende.
Die Insel wurde unter der Verwaltung des griechischen Prinzen Georg zum unabhängigen Staat ausgerufen und erhielt den Namen "Kretischer Staat". Nach den Balkankriegen (1912-13) wurde sie an Griechenland angeschlossen, was die Ausdehnung der griechischen Grenzen nach sich zog, die fast den heutigen entsprechen. Kreta verkündete am 12. Oktober 1908 (am 25. Oktober nach dem neuen Kalender) die Abschaffung der kommissarischen Verwaltung.
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Letzt Konstruktion
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